Bettina Wulff: Ehen, Scheidungen, neue Beziehungen, Trennungen und der unnötige Spott im Netz

Die Wulff Ehe ist schon lange endgültig Geschichte. Sogar dreimal endeten die Ehen in der Trennung – doch das öffentliche Urteil reißt nicht ab. Nach der Trennung von ihrem aktuellen Lebensgefährten, Bodyguard Mark Lambrecht, steht Bettina Wulff erneut im Fokus böser Kommentare. Warum mich diese Reaktionen mehr beschäftigen als ihr Liebesleben.

Die Wulff Ehe: Trennung, Drama, Spott und Häme

Kaum wurde bekannt, dass Bettina Wulff sich erneut getrennt hat, liefen die Kommentarspalten heiß. Spott, Häme, süffisante Bemerkungen. Schnell war wieder von einer möglichen Rückkehr zu Christian Wulff die Rede, als hätte das Leben einer Frau nach der Scheidung nur eine einzige denkbare Richtung. Mich beschäftigt an dieser Stelle weniger die Trennung der Wulffs oder Bettinas aktueller Beziehungsstatus. Es ist vielmehr der Ton, der mich innehalten lässt. Die Lust vieler, aus dem Hin und Her der Wulff Ehe eine moralische Bewertung zu machen, macht mich wütend.

Christian Wulff und Bettina Wulff: Eine Ehe unter Dauerbeobachtung

Die Wulff Ehe war nie privat. Christian Wulff und Bettina Wulff lernten sich 2006 kennen, heirateten 2008 und standen spätestens mit seiner Wahl zum Bundespräsidenten unter permanenter Beobachtung. Trennung, Versöhnung, zweite Hochzeit, Scheidung, erneute Annäherung, erneute Trennung – jede Phase dieser Wulff Ehe wurde öffentlich kommentiert und bewertet. Dabei wird eines gern vergessen: Diese Wulff Ehen sind vorbei. Mehrfach. Endgültig. Dass Bettina Wulff danach weitere Beziehungen geführt hat, ist weder erklärungsbedürftig noch verwerflich. Es ist normal. Und doch wird jede neue Bettina-Wulff-Beziehung sofort als Beweis für persönliches Scheitern gelesen.

 

Liebe nach Scheidung: Warum die Wulff Ehe so hart beurteilt wird

Was mich an der Debatte um die Wulff Ehe besonders stört, ist die Schieflage. Männer gelten nach Trennungen als suchend oder verletzlich. Frauen dagegen als instabil, orientierungslos oder beziehungsunfähig. Besonders dann, wenn sie sichtbar bleiben und ihr Leben weiterleben. Genau hier kippt die Diskussion regelmäßig in Misogynie – leise, aber sehr deutlich. Dabei ist Liebe nach Scheidung kein Makel, sondern Realität. Beziehungen enden, neue beginnen. Manche halten, andere nicht. Dass ausgerechnet Bettina Wulff dafür so gnadenlos abgeurteilt wird, sagt am Ende mehr über unsere Erwartungen an Frauen aus als über ihr Liebesleben.

Mein Fazit zur Wulff Ehe

Das Problem liegt nicht bei Bettina Wulff, nicht bei ihren Entscheidungen und nicht bei der Wulff Ehe. Es liegt in der Selbstverständlichkeit, mit der über fremde Leben geurteilt wird – oft hart, oft respektlos, oft ohne jede Empathie. Und ganz ehrlich: Selbst wenn Christian Wulff und Bettina Wulff eines Tages noch einmal heiraten würden – was niemanden etwas angeht –, wäre das kein Anlass für Spott. Sondern für ein einfaches „Ich freue mich für euch“. Oder, um es mit den Worten meiner Oma zu sagen: Wenn man nichts Nettes über andere Menschen sagen kann, sollte man einfach nichts sagen!

Alles Liebe,

Deine Nadine

Kommentare
Freya Matthiessen

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