Hochzeitsplanung: Diese 11 Fehler macht fast jede Braut

Er hat Dir einen Antrag gemacht und nun schwebst Du auf Wolke sieben – fantastisch! Du träumst von der Märchenhochzeit auf einem französischen Schloss? Wunderbar! Damit das Hochgefühl bis zum Hochzeitstag anhält, gibt Dir hier Nadine als Premium Wedding-Expertin die wichtigsten Profi-Tipps, welche der 11 typischen Fehler Du in der Hochzeitsplanung auf jeden Fall vermeiden solltest. Mit Hilfe unserer Fine Weddings-Checkliste (hier anfordern) behältst Du außerdem während der gesamten Planungszeit den Überblick.

1. Du beginnst zu spät mit der Planung

»Zuerst ein paar Fakten: Die meisten Hochzeiten finden an den Wochenenden zwischen Ostern und Oktober statt. Damit bleiben nur rund 40 (!) verfügbare Tage pro Jahr, an denen rund 80 Prozent aller Hochzeiten gefeiert werden. Die wirklich tollen Locations, auch international, sind zu allererst ausgebucht – oft bereits 18 Monate im Voraus. Deshalb mein Rat:  Beginne sehr frühzeitig mit der Planung. 1,5 bis zwei Jahre Vorlauf sind bei High Class-Hochzeiten durchaus üblich. Außerdem: Eine längere Verlobungszeit ist inzwischen sowieso wieder sehr en vogue.

Bedenke diese Zeitfenster nicht nur, wenn Ihr Euren Hochzeitstermin festlegt, sondern auch bei der Planung der Dienstleister. Fragt Floristen, Hair & Make Up Artist, den Fotografen, DJ etc. rechtzeitig an! Eine Wedding-Plannerin kann Dich dabei je nach Wunsch entweder teilweise oder komplett unterstützen. Das spart Dir nicht nur Zeit, sondern auch viel Kraft und Nerven. Und: Sie fängt Dich wieder ein, wenn Du versehentlich kurz in Richtung Oh-Gott-ich-schaff-das-alles-nicht-Panik abgebogen bist.«

Zum Hochzeitskonzept passende Papeterie löst bei den Gästen bereits Vorfreude aus. Papeterie: Confetti & Cream, Konzept: Fine Weddings & Parties, Foto: Julia Löwe

Zum Hochzeitskonzept passende Papeterie löst bei den Gästen bereits mit der STD-Karte erste Vorfreude aus. Papeterie: Confetti & Cream, Konzept: Fine Weddings & Parties, Foto: Julia Löwe

2. Du informierst die Gäste zu spät

»Insbesondere Familien buchen ihre Urlaube oft lange im Voraus in den Sommermonaten. Gib ihnen durch frühestmögliche Information die Möglichkeit, dabei zu sein. Save-the-Date Karten solltest Du mit Deinem Schatz daher so bald wie möglich versenden.«

3. Eure Gästezahl ist nicht klar

»Gäste lassen sich oft mit der Antwort auf die Einladung Zeit oder beantworten ein RSVP gar nicht. Für die Planung ist die voraussichtliche Gästeanzahl aber ein Kernstück. Von ihr hängen zahlreiche Entscheidungen ab – allen voran die Wahl der Location. Kalkulierst Du mit 60 Personen, kannst Du nicht plötzlich 120 Gäste in einem kleinen Salon unterbringen. Gleiches gilt umgekehrt: Habt Ihr mit 200 Menschen gerechnet, werdet Ihr Euch mit nur der Hälfte im zauberhaften Ballsaal ganz schnell verloren fühlen. Am besten telefoniert Ihr im Notfall alle rechtzeitig ab. Dann könnt Ihr die perfekte Location für Eure Gästezahl buchen.«

Süße Idee statt Namensschildchen: Einfach den Namen ans Glas hängen. Table: Confetti & Cream, Fotos: Julia Löwe

Berücksichtigt auch evtl. Unverträglichkeiten in Eurer Menüplanung und bietet Euren Gästen Alternativen an. Foto: Julia Löwe

4. Du vergisst die Bedürfnisse der Gäste

»Manche Eurer Gäste haben vielleicht eine lange Anreise bis zu Eurer Hochzeitslocation. Denkt also daran, ihnen die Möglichkeit zu geben, sich frisch machen zu können. Serviert einen Snack als kleine Stärkung, falls es bis zum  Essen noch eine Zeit dauert. Denkt auch an Eure kleinen Gäste. Haltet immer etwas zu essen und zu spielen für die Kids bereit, damit auch sie sich pudelwohl fühlen.

Berücksichtigt außerdem spezielle Ernährungs-Bedürfnisse wie Allergien oder vegetarisches Essen. Solche Informationen könnt Ihr bereits im Vorfeld, zum Beispiel auf der Antwortkarte zur Einladung, abfragen. Bringen Gäste zum Beispiel einen Hund mit, denkt daran, auch für ihn zu sorgen.

Extra-Idee: Fragt Eure Gäste doch schon in der Einladung, welches Lied der DJ für sie spielen soll. 😉 «

5. Du vergisst die Kinderbetreuung

»Wenn Kinder quengeln, verlassen Eltern Euer Fest frühzeitig. Achtet deshalb darauf, dass die kleinen Gäste andere Bedürfnisse in puncto Essen und Entertainment haben. Das Abendessen für die Kids darf gerne früher beginnen und sollte auch nicht so lange dauern wie das der Erwachsenen. Engagiert entweder eine professionelle Kinderbetreuung oder fragt geübte Teenager aus Eurem Freundeskreis – damit bessern diese gleich ihr Taschengeld auf.

Ideal: Eine Kinderbetreuung, die im Laufe des Abends in einem extra Kinderraum ein Matratzenlager aufbaut, in dem die Kleineren schon einschlafen können.

De Luxe-Version: Organisiert für den nächsten Morgen einen Babysitter für die Kleinen. So könnt Ihr sicher sein, dass deren Eltern die ganze Nacht mit Euch durchtanzen und Euch diese liebevollen Details nie vergessen werden.«

Event by Fine Weddings & Parties | Foto: Julia Löwe

Kinderparadies Spielzelt zum Toben & Spielen, zum späteren Ausruhen, schützt vor Sonne oder Regen. Mit einer Kinderbetreuung die perfekte Lösung. Event by Fine Weddings & Parties | Foto: Julia Löwe

Wenn Ihr draußen feiern wollt, ist ein Zelt eine wunderbare Möglichkeit, Outdoor mit der Schlecht-Wetter-Variante zu verbinden.

6. Du hast keinen Plan B für schlechtes Wetter

»Trust me: Die Wahrscheinlichkeit, dass an Eurem Hochzeitstag das Wetter nicht so will wie Du, ist sehr hoch. Ich habe es sogar auf einer Hochzeit in der marokkanischen Wüste oder am Strand von Florida erlebt: Regen oder Sturm können einfach immer und überall dazwischen platzen. Ich empfehle Euch, bei der Wahl der Alternative für schlechtes Wetter ebenfalls genau zu sein: Sie sollte wirklich schön sein und keine Notlösung oder Last Minute-Planung. Plan B muss Euch (fast) genauso gut gefallen wie die Sonnenschein-Variante. Falls Ihr Euer Fest open air plant, ist ein Standby-Zelt ein absolutes Muss. Ihr wollt schließlich, dass sich Eure Gäste wohl fühlen anstatt in hauchzarten, dünnen Kleidern und High Heels durchnässt zu frieren.«

7. Hiring a friend instead of a Pro

»Ich kenne das Dilemma von so mancher Braut: Die Schwester Deines Bräutigams ist Floristin, Dir gefällt aber die künstlerische Handschrift nicht. Ein Freund aus Kindertagen ist Fotograf und macht Euch einen Sonderpreis. Und Onkel Hans besteht darauf, Euch in seinem Auto zur Kirche zu fahren. Aus Angst, liebe Menschen zu verletzten, andererseits Deinem eigenen Anspruch treu zu bleiben, steckst Du hier schnell in einer Zwickmühle.

Mein Tipp: Trenne Privates von Geschäft. Verlasse Dich auf professionelle Dienstleister – Eure Freunde und Verwandten sollen sich aufs Feiern konzentrieren! 🙂

Extra-Tipp: Beziehe Deinen Bräutigam bei der Wahl des Wedding Cars unbedingt mit ein! Auf dieser Spielwiese wird er sich mit Sicherheit wohlfühlen.«

Planning: Fine Weddings & Parties | Foto: Tom Menz

Planning: Fine Weddings & Parties, Car: Mercedes SLS AMG Final Edition | Foto: Tom Menz

8. Du verlierst das Budget aus dem Auge

»Budget-Fallen gibt es viele. Zum Beispiel, wenn Eure Gästezahl doch deutlich höher wird als ursprünglich gedacht und das fünfte Highlight am Abend noch einmal extra zu Buche schlägt, werdet Ihr Euch ganz schnell finanziell übernehmen. Setzt Euch daher vor Beginn der inhaltlichen Planung ein für Euch realistisches Budget. Und dann geht Ihr davon aus, dass es am Ende ein bisschen teurer wird. Kalkuliere dafür am besten einen Puffer von ca. 10 Prozent Eures Budgets ein, das ist durchaus realistisch. Kaluliere auch die Trinkgelder für die Dienstleister ein – diese kannst Du im Idealfall in Umschlägen auf dem Fest verteilen. Überprüfe im Laufe der Vorbereitungen regelmäßig, ob Du im Budgetrahmen bist und nimm ggf. Anpassungen vor. Dann droht nach der Hochzeit kein böses Erwachen.«

9. Der Champagner ist nicht knackig kalt

Zu einer Hochzeit gehören Bubbles! Wenn Ihr Euch für einen Champagnerempfang entscheidet, besteht bei den Verantwortlichen in der Location darauf, dass dieser auf jeden Fall knackig kalt serviert wird (6 bis 9 Grad!). Achte auch auf eine optimale zeitliche Absprache mit dem Veranstalter: Schließlich könntet Ihr Euch mit Eurer Hochzeitsgesellschaft auf dem Weg zur Location verspäten. Du möchtest nicht, dass der Champagner zu lange geöffnet ist; ebenso wenig möchtest Du, dass die Bedienung erst mit dem Öffnen und Einschenken beginnt, wenn alle Gäste längst eingetroffen sind. Das sorgt für schlechte Stimmung. Wenn Du einen Wedding-Planner engagiert hast, kann dieser bereits vorausfahren und vor Ort alles rechtzeitig veranlassen. Solche Dinge am Tag der Hochzeit zu organisieren überlasse aber besser anderen (siehe 10.).«

10. Du willst am Hochzeitstag alles selber machen

»Das ist keine gute Idee, glaube mir. 🙂 Gib das Klemmbrett und den Notfallkoffer am Hochzeitstag unbedingt in andere Hände! Als Braut & Paar solltet Ihr Euch um nichts kümmern, außer glücklich zu sein, Euch selbst zu genügen und mit allen Freunden und Familienmitgliedern ausgiebig zu feiern. Ihr werdet so beschäftigt sein mit Begrüßen, Fotos machen, Reden halten, Geschenke entgegennehmen, versuchen, an jedem Tisch vorbeizuschauen und und und… Da brauchst Du jemanden, der Dir den Rücken frei hält. Das kann ein Trauzeuge sein und ebenso ein professioneller Zeremonienmeister oder eine Hochzeitsplanerin. Entscheidend ist dabei: Gib ihnen ein gutes und detailliertes Briefing vorab. Dann geht auch (fast) nichts schief.«

11. Du vergisst, worum es an diesem Tag wirklich geht

»Am Hochzeitstag geht es um Euch und Eure Liebe. Darum, dass Eure Liebsten das mit Euch feiern möchten und Euch hochleben lassen. Wenn etwas nicht genau so gelingt, wie geplant, wenn das Wetter nicht mitspielt, wenn Onkel Horst zum Tausendsten Mal Peinlichkeiten von früher auspackt… Egal! Es geht einzig und allein um Euch. Bleib bei Dir. Bleibt in in Eurer Liebe!«

Von | 2017-06-01T10:06:47+00:00 10. Mai 2017|Experten-Tipps|0 Kommentare

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